Alle Jahre wieder…. Muss sich die Feuerwehr Lohr auf winterliche Bedingungen einstellen und die Einsatzbereitschaft darauf abstimmen.
Wir können nicht erwarten, dass alle Straßen für uns rund um die Uhr vom Räumdienst freigehalten werden können. Es müssen also Vorkehrungen getroffen werden um jederzeit auch höher gelegene Wohngbiete wie z. B. Sendelbach, Lindigsiedlung, etc. anfahren zu können. Straßen können kurzfristig vereist oder vollkommen verschneit sein und ein Befahren mit den großen Lösch- und Hilfsfahrzeugen unmöglich machen.
Rechtzeitig wird daher bereits ein Teil der Fahrzeuge mit Schneeketten ausgerüstet. Auch wenn dabei auf den vielleicht freien Hauptstraßen mit aufgezogenen Schneeketten langsamer gefahren werden muss, spätestens an einer verschneiten Steigung zahlt sich die aufgezogene Kette aus. Ein festgefahrenes Fahrzeug unter Zeitdruck mit Ketten nachzurüsten, gefährdet den Einsatzerfolg.
Wechselnde Witterung und damit verbundene Straßenzustände haben uns dieses Jahr allerdings schon häufig zum Auf- und Abnehmen der Ketten gezwungen. Nicht schön, viel Arbeit - aber gutes Training für die Maschinisten und Gerätewarte.
Nicht nur die Fahrzeuge, auch sonst ist die FF Lohr gut gewappnet, 400 kg Streusalz stehen in Fässern bereit und können von eigenen Kräften an die Einsatzstelle nachgeliefert werden. Die Fahrzeuge stehen in der beheizten Fahrzeughalle und führen zusammen 6.800 Liter Löschwasser mit. Eingefrorene Hydrantendeckel sind daher in aller Regel erstmal zweitrangig. Auch die persönliche Schutzleidung der Einsatzkräfte ist gut wintertauglich.
Bisher waren nur wenige Einsätze direkt auf die Winterzeit zurückzuführen. Am Montag, den 01. Februar erreichte uns jedoch der Hilferuf aus der Grundschule. Eis hat den Ablauf des Schnees und Schmelzwasser vom Dach verhindert, Wasser ist bereits an vielen Stellen unter die Ziegel gelangt und dringt durch die Decken in Klassenzimmer ein. Um weitere Schäden zu verhindern, war schnelles Handeln erforderlich. Die Blockaden mussten vom Dach geräumt werden. Der neue Teleskopmast der Werkfeuerwehr Bosch Rexroth ist auf Grund seines oberen Gelenkes für derartige Arbeiten besser geeignet als die Drehleiter der Feuerwehr Lohr. Nach kurzer Rücksprache konnte der Teleskopmast mit zwei Mann der Werkfeuerwehr und Unterstützung von Kräften der Freiwilligen Feuerwehr gegen 16:30 Uhr die Arbeit aufnehmen. Um die Arbeiten zu beschleunigen wurde um 20:30 Uhr zusätzlich die Drehleiter der Feuerwehr Lohr mit eingesetzt. Gegen 23 Uhr rückten beide Fahrzeuge wieder ab.
|