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Lohr, 11.12.2011, 18:01 Uhr.
Kellerbrand in Mehrfamilienhaus mit 32 Wohneinheiten. Bei Eintreffen der Feuerwehr standen zahlreiche Personen auf den Balkonen des 5stöckigen Gebäudes. Eines der drei Treppenhäuser war durch die später festgestellte offene Kellertür vollkommen verqualmt und schnitt allen Bewohnern des ersten Blockes den Fluchtweg ab. Mehr als 25 Personen wurden über die Drehleiter, tragbare Leitern der Feuerwehr Lohr und den Teleskopmast der Werkfeuerwehr Rexroth gerettet.
Über Verbindungstüren im Keller drang der Rauch auch verlangsamt in den zweiten Block vor. Vorsorglich wurden daraufhin auch die beiden anderen Blöcke geräumt. Die insgesamt 89 anwesenden Bewohner wurden in der nahen Feuerwache betreut, davon wurden 8 Verletzte vor Ort und 2 Personen im Krankenhaus wegen Rauchgaseinatmung behandelt.
Zur Betreuung und Versorgung war das BRK mit 45 Kräften, darunter 2
Notärzten im Einsatz. Auch mehrere Seelsorger und Feuerwehrfrauen
betreuten die größtenteils ausländischen Bewohner.
Angriffstrupps
der Feuerwehr Lohr kämpften sich bei Nullsicht über das Treppenhaus und
einen Außenzugang in den verwinklelten Kelleräumen vor. Erst nach
Ortung mittels der Wärmebildkamera konnte der Brandherd bei Nullsicht
lokalisiert und bekämpft werden. Mit zwei Überdrucklüftern wurden die
Treppenhäuser rauchfrei geblasen und gehalten. Auf Grund der lange Zeit
unklaren Situation wurden zur eventuellen Unterstützung noch die
Feuerwehren Partenstein, Neustadt und Wiesenfeld nachalarmiert.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Lohr, Lohr-Wombach, Lohr-Rodenbach,
Lohr-Sackenbach, Werkfeuerwehr Rexroth, Partenstein, Neustadt,
Wiesenfeld. Zwei Abschnitte wurden unter der Leitung des stv. Lohrer
Kommandanten Clemens Kracht und dem Zugführer Steffen Weisensel der
Werkfeuerwehr gebildet. Die Einsatzleitung bestand aus dem Kommandanten
der Feuerwehr Lohr Joachim Mantel, Kreisbrandrat Manfred Brust und
Kreisbrandinspektor Harald Merz.
Gesamt waren 171 Kräfte im Einsatz, größtenteils zur Betreuung und zur Reserve.
Nach
Erläuterung der Situation im Feuerwehrhaus konnten alle Bewohner gegen
20:30 Uhr wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Energieversorger
kümmerten sich zwischenzeitlich um die ausgefallene Heizung und
Elektrizität. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, der
Brandkeller wurde versiegelt.
Glücklicher Weise wurde der Brand
rechtzeitig bemerkt, in der Nachzeit wären die Menschen im Schlaf
überrascht worden und in akute Lebensgefahr geraten.
Joachim Mantel
Kommandant
Alle Bilder: Yvonne Vogeltanz
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