| Auch im Ernstfall muss Kommunikation stehen |
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Ganz im Rahmen der Kommunikation standen am letzten Mai-Wochenende 3 Großübungen der Gesamtfeuerwehr Lohr. Bei Eintreffen der ersten Kräfte stellte die kalte Lage einen Brand des Kindergartens und der nach Norden angrenzenden Scheunen dar. Nach einem kurzen Überblick wurde die Einsatzstelle in zwei Abschnitte eingeteilt und jeweils Abschnittsleiter, so wie zugehörige Einsatzfahrzeuge und -kräfte zugeteilt. Sinn und Zweck der Übung war es, das neue Führungskonzept der Feuerwehr Lohr weiter zu stärken und die Kommunikation unter den Führungskräften und zwischen Führungskräften und Mannschaft weiter auszubauen und zu verbessern. Dazu wurde vorallem die Führungsunterstützungsgruppe gefordert, die während der Dokumentation der Funksprüche und Entscheidungen auch Lagekarte, Personalstärke und Einsatzaufträge zu verwalten hatte. Alle Jugendlichen "Opfer" - gestellt von den Lohrer Jugendfeuerwehren - wurden gerettet und alle Einsatzaufträge ausgeführt. Nach kurzer Verschnaufpause wurde die gleiche Übung noch einmal gefahren. Hierbei mit veränderter Personalbesetzung der Fahrzeuge und mit besonderem Blick auf die zuvor aufgefallenen Schwächen. Auch diese Übung wurde erfolgreich gemeistert. Am Montag, den 30.05.2011, trafen sich die Lohrer Einsatzkräfte um 18 Uhr, um erneut in mehreren Kleinübungen verschiedene Einsatzaufträge abzuarbeiten. Hierbei sollten eine Erkundung der Schleuse Steinbach mit Boot und die Verpflegung der Einsatzkräfte im Einsatzfalle im Vordergrund stehen. Um kurz nach 18Uhr jedoch war Improvisation gefragt. Über Funkmeldeempfänger und Sirene wurden die Feuerwehren Lohr, Partenstein, Frammersbach und Wiesthal zunächst zu einem realen Brand gerufen. Zwischen Lohr und Partenstein brannte an mehreren Stellen der Bahndamm. Mit dem Waldbrandzug (ELW, LF, TLF, SW) rückte die Feuerwehr Lohr aus und löschte die Brandstellen. Anschließend wurden die Übungen durchgezogen. Bei knapp 27Grad eine nicht gerade trockene Angelegenheit. Um 21 Uhr dann der Übungsalarm für die Lohrer Freiwilligen Feuerwehren. Angenommen wurde diesmal ein Brand im Nägelsee Schulzentrum im Bereich des Gymnasiums. Auch hier wurden sehr schnell Abschnitte gebildet und Einsatzkräfte zugeordnet. Mit Atemschutz musste das Gebäude durchsucht und mehrere Personen, diesmal gestellt von der Feuerwehr Sackenbach, gerettet werden. Dies gestaltet sich bei einem solch weitläufigen Gebäude sehr schwierig und ist Personalintensiv. Besonderes Augenmerk lag diesmal wieder auf der Festigung der Führungskommunikation und auf der Kommunikation mit den Atemschutztrupps innerhalb des Gebäudes. Hierbei wurden Entfernungen abgemessen, in denen eine Kommunikation von außen zu den vorgehenden Atemschutztrupps noch möglich ist und ab welcher Entfernung die Verbindung zusammenbricht. Dies ist im Einsatzfall ein sehr entscheidendes Kriterium, da Verbindungstrupps gestellt werden müssten, um die Kommunikation nie abreißen zu lassen. Durch diese Übung wurden viele neue Erkenntnisse gewonnen, die in den nächsten Wochen aufgearbeitet werden müssen und Lösungsvorschläge hoffentlich auch in den neuen Brandschutzplan des Schulzentrums nach dem Umbau mit einfließen. Trotz der kräftezehrenden Stunden ein sehr gelungener Abend, fanden die Feuerwehrleute. |
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