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Am Samstag den 27. Februar 2010 fand bei der Feuerwehr Lohr die
mittlerweile jährlich stattfindende Ganztagesausbildung statt. Von 13:00
Uhr bis ca. 22:30 Uhr befanden sich ca. 30 Mann in der Feuerwache, um
sich mit Gerätschaften, Gebäuden, Einsatztaktiken weiter vertraut zu
machen.
Um 13:00 Uhr begann der Ausbildungsmarathon mit einer Unterweisung in die Einsatzhygiene durch Kommandant Joachim Mantel. Anschließend teilten sich die Kräfte in zwei Gruppen. Die erste Gruppe fuhr mit ELW, TLF, TLF2, SW, MTW, DLK und der Teleskopmastbühne der Werkfeuerwehr Bosch Rexroth das Schwesternwohnheim im Bezirkskrankenhaus an. Dort wurden Unterschiede, Vor-und Nachteile von Drehleiter mit Korb und Teleskopmastbühne ermittelt.
Die zweite Gruppe schnappte sich LF, RW+Boot, VRW um, zusammen mit der Wasserwacht Lohr, das Wassern und Befahren des Mains bei Hochwasser zu trainieren. Nach ca. 40 Minuten wurden beide Gruppen getauscht.
Um 15:35 rückte der Rüstzug Lohr (diesmal bestehend aus ELW, VRW, LF, RW, TLF) in das Lohrer Industriegebiet Süd aus um dort einen Arbeitsunfall zu trainieren. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Arbeiter mit dem Bein unter einem Abrollbehälter eingeklemmt war und der Fahrer des Zugfahrzeuges bewusstlos im Führerhaus saß. Auf Grund dieser Lage wurde die Einsatzstelle in zwei Abschnitte aufgeteilt. Ein Abschnitt kümmerte sich mit dem Hebesatz um das Anheben des Abrollcontainers, der andere Abschnitt baute die LKW-Rettungsplattform auf, um besser an den Fahrer heranzukommen. Nach einer halben Stunde waren alle Personen befreit und die Gerätschaften wieder verstaut.
Um ca. 17:00 Uhr rückte der Löschzug an die Kläranlage Lohr in Sendelbach aus. Dort wurde eine Verpuffung angenommen und es galt Brände zu löschen und vermisste Personen aufzuspüren. Auch hier gab es zwei Abschnitte die sich einmal um den Innenangriff, Menschenrettung im und auf dem Gebäude und einmal um das Ablöschen von Übungstonnen der Feuerwehr Lohr kümmerten.
Nach einem Abendessen wurde die Übung an der Kläranlage erneut gefahren, diesmal allerdings mit veränderter Besatzung.
Zum Abschluss des Tages brannte ein PKW auf einem Bauhofgelände in Lohr, so dass die Hochdrucklöschanlage des VRW und ein Schaumangriff über das TLF in ihrer Löschwirkung verglichen werden konnten.
Zusammen wurden sämtliche Lohrer Fahrzeuge gereinigt und Gerätschaften wieder betriebsbereit gemacht.
Wieder einmal hat sich gezeigt, dass durch ständiges Trainieren, auch von Fahrten mit Sondersignal, schnell sich ändernde Lagen richtig eingeschätzt und die vorhandenen Gerätschaften gut und sicher bedient werden können, um im Ernstfall gezielte Hilfe zu leisten.
Sebastian Becker
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