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Ganztagesausbildung der Feuerwehr Lohr am Samstag, den 18.07.2009 |
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Auf Grund der guten Erfahrungen bei anderen Hilfsorganisationen und
auch aus eigener Erfahrung aus dem vergangenen Jahr, führte die
Feuerwehr Lohr am Samstag eine Ganztagesausbildung durch.
In der therotischen Ausbildung wurde das Thema Hygiene im Einsatz und im Feuerwehrhaus wiederholt. Wichtig ist, dass die im Einsatz verschmutzte und mit giftigen Stoffen versehene Schutzkleidung vor der Reinigung nicht im Feuerwehhaus in saubere Räume gelangt.
Der stellvertretende Kommandant Clemens Kracht referierte nochmal zum Thema Technik und Taktik bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Menschen. Zwei Einsatzübungen mit wechselnder Besatzung dienten zur Vertiefung der Vorgehensweise. Dabei wurde ein Verkehrsunfall mit zwei Schrott-PKW und vier eingeklemmten Personen im Industriegebiet Süd nachgestellt.
Eine Herausforderung für die kleine Küchenmannschaft war die anschließende Versorgung der 41 Einsatzkräfte in der Mittagspause.
Nach der Pause trat die Führungsunterstützungsgruppe in Aktion. In kurzen Zeitabständen wurden Schadensereignisse über Telefon eingespielt. Das Team der Einsatzzentrale musste die Meldungen registrieren, verarbeiten und die entsprechenden Einsatzfahrzeuge entsenden. Hierbei wurde auch ein Fahrzeug mit einer kompletten Feuerwehrbesatzung aus Milicz (Feuerwehrleute aus Milicz, Polen, befanden sich zur Fortbildung in Lohr) besetzt und zu einem Containerbrand entsandt. Gerade bei Unwettereinsätzen ist eine strukturierte Vorgehensweise der Einsatzleitung unbedingt erforderlich, da in der Regel mehr Einsatzstellen gemeldet werden als Einsatzfahrzeuge zur Verfügung stehen. Hinzu kam dann noch ein Realeinsatz, große Ölspur Richtung Rechtenbach. Da sich jedoch alle Einsatzfahrzeuge bereits im Übungseinsatz befanden, wurden die Feuerwehren Rodenbach und Steinbach zur Abarbeitung nachalarmiert. Bewährt hat sich hierbei das Kombinationsfahrzeug in Steinbach. Die Pumpen-Schlauchkomponente kann entladen werden, der Freiraum kann dann als Transportfläche Verwendung finden. In der Feuerwache Lohr wurde das Steinbacher Fahrzeug mit großen Mengen Ölbindern mit Kehrmaschinen beladen.
Um andere Feuerwehren nicht zu stören, wurde der gesamte Funkverkehr auf einem separaten Funkkanal abgewickelt. Während des Einsatzes „Ölspur“ wurden parallel sogar der reguläre Funkkanal 467 über den Einsatzleitwagen auf dem Hof und der Katastrophenschutzkanal 504 über die Feuerwehreinsatzzentrale im Feuerwehrhaus verwendet.
Mit einer Einsatzübung an der Berufssschule Lohr endete die Ganztagesausbildung. Angenommen wurde ein Feuer in der Schule, Schülern waren vom Rauch eingeschlossen. Eingesetzt wurden zwei Löschzüge mit insgesamt 8 Einsatzfahrzeugen. Schüler, dargestellt von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, mussten über die Drehleiter und tragbare Leitern gerettet werden. Probleme bereiten hierbei die enge Zufahrt mit den Großfahrzeugen in die Sackgasse und das Auffinden der Hydranten für die Wasserversorgung der Löschfahrzeuge.
Die Fahrer wurden ebenfalls geschult und trainiert, die drei Einsatzübungen wurden daher mit Sondersignalen gefahren. Gerade im Zugverband erfordert dies große Konzentration der Fahrer- haben die anderen Verkehrsteilnehmer Blaulicht und Martinshorn erkannt und geben den Einsatzfahrzeugen Vorfahrt? Halten die anderen Verkehrsteilnehmer überraschend an oder zwingen die schweren Feuerwehrfahrzeuge an engen Stellen plötzlich auch zur Bremsung?
Für den Organisator der Ausbildung, Kommandant Joachim Mantel, war die Ganztagesausbildung wieder ein wichtiger Baustein in der Ausbildung. Insbesondere für die vielen jungen und neuen Leute ist Ausbildung und möglichst reales Training wichtig. Defizite in der Ausbildung und Taktik wurden erkannt, auch die Organsiation und Abwicklung einer Ganztagesausbildung mit der Koordination von vielen Einsatzübungen und einer großen Anzahl an Kräften gibt noch viele Möglicheiten der Verbesserung.
Mit einem Sommerfest in der Feuerwache wurde der Tag erfolgreich beendet.
Joachim Mantel, Kdt
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