| Großübung Schiffsbrandbekämpfung auf dem Main |
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Am Samstag, den 19.09.2009 übten die Lohrer Hilfsorganisationen eine Schiffsbrandbekämpfung im Rahmen einer Dreitagesausbildung des THW Lohr. Angenommen war folgendes Szenario: Ein flussaufwärts fahrender Schubverband prallte in einer Kurve zwischen Rodenbach und Neustadt auf ein Unterwasserbauwerk. Das Schiff wurde durch die Grundberührung schwer beschädigt. Es entstand ein größeres Leck im Rumpf, Wasser trat ein. Bei der Kollision wurde außerdem ein mit Reinigungsmitteln gefüllter Kanister aufgerissen; die Flüssigkeit entzündete sich am heißen Motor und das Schiff geriet in Brand. Ein Teil der Besatzungsmitglieder sprang über Bord. Es erfolgte eine Erstalarmierung für die Feuerwehr Lohr, den THW-Ortsverband Lohr, die Wasserwacht und das Bayerische Rote Kreuz. Ebenso wurden Polizei, Wasserschutzpolizei und Wasser- und Schiffartsamt verständigt. Nach Eintreffen an der Einsatzstelle und einer ersten Erkundung werden die Feuerwehren Wombach, Rodenbach, Sackenbach, Pflochsbach, Erlach und Neustadt zur Unterstützung nachalarmiert. Das Boot der Feuerwehr Lohr wurde an der Einsatzstelle zu Wasser gelassen und die ersten Einsatzkräfte setzten auf den Havaristen zur Menschenrettung und Brandbekämpfung über. Die größeren Boote von THW und Wasserwacht wurden in Neustadt an der Slippstelle gewassert und fuhren dann stromaufwärts. An der Unfallstelle angekommen, übernahmen die Boote von der Wasserwacht vorrangig die Menschenrettung und auf die Boote des THW wurden Pumpen und Ausrüstung der Feuerwehr zur Brandbekämpfung mit Hilfe des Ladekrans des THW verladen. Gleichzeitig wurde über einen Schaumwasserwerfer ein Löschangriff von Land aus vorbereitet. Insgesamt waren 18 Verletzte zu retten und vom Roten Kreuz zu versorgen. An dieser Übung waren 205 Einsatzkräfte mit 42 Fahrzeugen und 8 Booten beteiligt. Bericht: Bernd Brönner, Feuerwehr Lohr Bilder: Cornelius Schößler, Christian Penz, Feuerwehr Lohr Ziele der Übung waren: • Training von Einzeltätigkeiten wie Retten, Löschen, Bergen und Schützen • Rettungsmaßnahmen auf dem Wasser, Zugang vom Land aus schaffen • Üben auf beengtem Raum mit vielen Fahrzeugen und großer Zahl an Einsatzkräften • Aufbau einer gemeinsamen Einsatzleitung • Zusammenspiel der Führungsebenen • Abschnitte bilden • Zusammenarbeit der Organisationen vertiefen • Verkehrslenkung
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