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Mittwoch, 06 März 2013 14:16

Einsatz für die Humanität

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Gelungene Zusammenarbeit von Kolpingsfamilie, Technischem Hilfswerk und der Lohrer Feuerwehr

Das Aloysianum ist bestrebt noch brauchbare Gegenstände an bedürftige Stellen abzugeben. In Rumänien wird ein Kinderheim von den Mallersdorfern Schwestern geführt, dort herrscht Bedarf an nahezu allem.

Seit Wochen war nun vorgesehen, dass ein LKW aus Rumänien Schränke und Stühle holen würde. Die Verwalterin Frau Fröhlich ist dabei auf die Mitarbeit von ehrenamtlichen Kräften angewiesen um diese versandbereit zu machen. Die Mitglieder der Kolpingsfamilie Lohr Dieter Lang und Helmuth Rößlein hatten an zwei Arbeitstagen bereits 21 Doppelschränke des langen Waschflurs abmontiert und zum Abtransport im zweiten Obergeschoß bereit gestellt, ebenso die in einer langen Reihe montierten Waschbecken demontiert und ins Erdgeschoß getragen. Die Demontage der Waschbecken war nicht einfach, da blockierte Schrauben gelöst werden mussten und nicht  alle Absperrhähne gleich zur Abdichtung zu bewegen waren.  

Faschingsdienstag kam ein überraschender Anruf aus Rumänien, der LKW kommt am nächsten Tag mit nur einem Fahrer…. Ein scheinbar unlösbares Logistikproblem für Frau Fröhlich und die Kolpinger, wie kommen die Sachen vom zweiten Obergeschoß in den LKW? Frau Fröhlich erinnerte sich an die Feuerwehr, die schon Übungen im Gebäude durchgeführt hatte und versuchte über die Leitstelle Würzburg dringend den Lohrer Feuerwehrkommandanten zu erreichen, was ihr auch gelungen war.

Bei einem kurzfristigen Ortstermin entschied Joachim Mantel zwar zu helfen, jedoch Aschermittwoch um 9 Uhr vormittags - unmöglich für eine rein freiwillige Hilfeleistung. Nach sofortiger Rücksprache mit Rumänien wurde der LKW auf Samstag umdisponiert. 

Am Samstag rückte dann der Lohrer Kommandant und das von ihm zur Unterstützung gebetene Technische Hilfswerk aus Lohr mit 11 Helfern samt Elektrohubgerät und 6 Mitglieder der Lohrer Feuerwehr an. Auch Helmuth Rößlein, Dieter Lang und Georg Franz von den Kolpingern waren wieder dabei. Nachdem sich der LKW als ein 40-tonner Sattelschlepper darstellte, sollte er nun auch komplett beladen werden. Statt den geplanten 21 Doppelschränken wurden nun 42 Doppelschränke, 34 Stühle und Waschbecken, sowie Vorhänge und Schreibmaterial verladen. Die breiten Steintreppen ermöglichten glücklicher Weise einen „effektiven Hand-Rutsch-Transport“ der massiven Schränke bis zum Erdgeschoß. Von dort mit Gurten nach draußen getragen und mit dem Hubgerät verladen, war dies dennoch eine schweißtreibende Arbeit über drei Stunden.

Mit einem gemeinsamen Mittagessen aus der noch funktionsbereiten Großküche bedankten sich Frau Fröhlich und Bruder Klaus für die enorme Leistung. Viele der vor allem jungen Helfer waren vorher noch nie im Aloysianum gewesen und hatten nun eine Vorstellung wie sich das Leben in diesem imposanten Gebäude abgespielt hatte. Ein beeindruckender Einsatz!

Joachim Mantel
Kommandant

 

Gelesen 2039 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 16 Januar 2014 16:22
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