Wohnhausbrand
Einsatzbeschreibung
Wohnhausbrand statt Gartenhütte
Um kurz vor 7 Uhr morgens wurden wir zu einer brennenden Gartenhütte in die Fischergasse alarmiert. Bereits auf der Anfahrt zur Feuerwache war allen Einsatzkräften klar, dass dies etwas tiefgestapelt war. Eine enorme Rauchsäule erhob sich über Lohr.
Auf Grund dessen rückten wir mit einem erweiterten Löschzug, bestehend aus Kommandowagen, Einsatzleitwagen, Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 10, Drehleiter, Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20/16 und dem Gerätewagen Nachschub aus.
Schnell stellte sich heraus, dass in sehr enger Bebauung ein leerstehendes Wohnhaus auf mehreren Etagen brannte.
Bereits auf der Anfahrt entschied sich der Kommandant und Einsatzleiter Sebastian Mademann, zu einer Nachalarmierung der Feuerwehren Rodenbach und Sackenbach. An der Einsatzstelle wurden 2 Einsatzabschnitte gebildet. Diese wurden vom stellv. Kommandanten, Michael Hübner sowie dem Kreisbrandinspektor Harald Merz geführt.
Von zwei Seiten aus wurde der Brand in die Zange genommen. Die Gefahr der Brandausbreitung auf zwei angrenzende Häuser war groß und musste mittels Riegelstellungen verhindert werden. Für den Fall, dass doch eine Brandausbreitung stattfinden sollte, wurde nochmals nachalarmiert, was die Feuerwehren Partenstein und Steinbach auf den Plan rief. Die Feuerwehr Pflochsbach wurde ebenfalls angefordert um die alte Mainbrücke zu sperren.
Damit die Drehleiter gefahrlos arbeiten konnte, musste durch den Engergieversorger der Bereich um die Einsatzstelle stromlos gemacht werden. Dies sorgte dafür, dass die Straßenzüge Fischergasse und Muschelgasse für ca. 2 Stunden unter einem Stromausfall leiden mussten.
2 Rettungswägen des Bayerischen Roten Kreuzes sicherten unsere Einsatzkräfte medizinisch ab.
Ein anfangs getätigter Innenangriff musste auf Grund von Deckeneinstürzten abgebrochen werden. Das sorgte im weiteren Einsatzverlauf dafür, dass wir die Einsatzstelle nicht mehr betreten und gezielt ablöschen konnten. Stattdessen haben wir das Brandobjekt mit Schaum abgedeckt und abgelöschte Bereiche vor dem Wiederaufflammen zu schützen. Dies zeigte Wirkung, sodass die nachalarmierten Einsatzkräfte wieder einrücken konnten.
Um 11:30 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte der Feuerwehr Lohr die Einsatzstelle verlassen.
Bei 2 angesetzten Brandnachschauen wurden aufglimmende Glutnester mittels Wärmebildkamera lokalisiert und erneut mit Schaum abgedeckt.
Ich bedanke mich bei allen eingesetzten Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst für den reibungslosen Einsatzablauf.
Einsatzort
Lohr, Fischergasse
Fahrzeuge der Feuerwehr Lohr
- Einsatzleitwagen ELW 1 - Florian Lohr 12/1
- Drehleiter mit Korb DLA (K) 23/12 - Florian Lohr 30/1
- Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 20/16 - Florian Lohr 40/1
- Gerätewagen Nachschub GW-N - Florian Lohr 55/1
- Einsatzzentrale - Florian Lohr
- Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 10 - Florian Lohr 42/1